GamesWorld-Logo.png

 

Dragon Ball (Manga)

Aus Dbwiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Begriffswechsel.jpg Dieser Artikel behandelt den Manga "Dragon Ball". Für weitere Bedeutungen des Wortes Dragon Ball, siehe Dragon Ball (Begriffsklärung).
Dragon Ball
Cover des ersten Bandes
Dragon Ball ドラゴンボール (Doragon Bōru)
Genre: Shōnen, Action, Adventure, Comedy, Fantasy, Martial Arts, Science Fiction, Bangsian Fantasy
Manga-Serie: Dragon Ball
Autor: Akira Toriyama
Publisher: New wikipedia favicon.png Shueisha
Laufzeit: 20. November 1984 (Weekly Shonen Jump, 1984 #51) – 1995 (Weekly Shonen Jump, 1995 #25)
Nr. d. Bände: 42

Dragon Ball (ドラゴンボール, Doragon Bōru) ist ein japanischer Manga des Mangaka Akira Toriyama. Die 520 Kapitel von Dragon Ball wurden erstmals von 1984 bis 1995 in New wikipedia favicon.png Shueishas wöchentlichem Manga-Magazin New wikipedia favicon.png Weekly Shōnen Jump veröffentlicht. Zudem wurden sie noch einmal in 42 individuellen Bänden, genannt Tankōbon (単行本), die jeweils ungefähr 12 Kapitel enthielten, abgedruckt.

Allgemeines

Was ist ein Manga?

So wird ein Manga gelesen.

Als Manga (jap. 漫画, etwa: zwangloses, ungezügeltes Bild) bezeichnet man einen japanischen Comic. Er unterscheidet sich von seinen wesentlichen Kumpanen durch die Anatomie und die Farbkonstellation. So ist ein Manga immer schwarz-weiß. In Japan unterliegen Manga einem strikten Regelwerk. So dürfen Story-Mangas nur 31 Seiten haben und Gag-Mangas nur 14 (Titelseite miteinbezogen). Außerdem müssen sie so gezeichnet werden, wie man sie in Japan liest, nämlich von rechts nach links bzw. von hinten nach vorne, was in der westlichen Welt andersherum ist.

Japanische Manga-Magazine gibt es in Hülle und Fülle. Die bekannteste ist Shōnen Jump. Shōnen Jump brachte wöchentlich sehr populäre Geschichten wie Dragon Ball, One Piece, Yu-Gi-Oh, Dr. Slump, Captain Tsubasa, Bleach oder Naruto heraus und kostet in Japan 230 Yen (umgerechnet etwa 1,70€). Die ersten Mangas stammen aus dem 8. Jahrhundert.

Zusammenfassung

Die Handlung Dragon Balls folgt dem Leben von Son-Goku, ein junge mit Affenschwanz, welcher leicht auf der traditionellen chinesischen Erzählung New wikipedia favicon.png Die Reise nach Westen basiert. Die Geschichte beginnt mit Son-Goku im Kindesalter und endet mit ihm als Großvater. Im Laufe seines Lebens kämpft er zahlreiche Kämpfe und bekommt letztendlich der wohl stärkste Krieger im Universum. Jedoch ist er nicht ohne Hilfe: Der Manga bietet eine große Anzahl an weiteren Helden und Bösewichten, welche stets Konflikte hervorrufen, was wiederum die Handlung immer weiter voranbringt.

Produktion

Logo des Dragon Ball Mangas.

Nach dem Erfolg seines vorigen Mangas, Dr. Slump, wollte Akira Toriyama sich ein wenig von den westlichen Einflüssen in seinen Serien distanzieren. Als er dann mit Dragon Ball begann, entschied er sich die traditionelle chinesische Geschichte Die Reise nach Westen als Inspiration seiner Geschichte zu verwenden.

Dragon Ball war eine neu entwickelte Version eines One-Shot-Mangas, welchen er zuvor kreierte: Dragon Boy, welcher ursprünglich im Fresh Jump veröffentlicht wurde und in einem einzelnen Band im Jahre 1983 abgedruckt wurde. Dragon Ball kombinierte dann den komödiantischen Stil von Dr. Slump mit einer mehr Action orientierten Handlung und erhielt Einfluss durch den bekannten Martial Arts Schauspieler New wikipedia favicon.png Jackie Chan. Toriyama gab an, dass sein Ziel für diese Geschichte eine unkonventionelle und widersprüchliche Story sei.

Zunächst erlebte Dragon Ball jedoch keinen großen Erfolg. Nach der Pilaw Saga entschied sich Akira Toriyama dann aber seine Handlung auf ein Tenkaichi Budokai (im Deutschen als das Große Turnier bekannt) auszuweiten, was zur damaligen Zeit ziemlich populär war. Zudem wurde Akira Toriyama durch seinen Redakteur, Kazuhiko Torishima, nahe gelegt, dass lediglich Son-Goku "ziemlich fad" sei, wodurch Muten-Roshi zurückgebracht und Krillin in die Serie neu eingebracht wurde.[1]

Handlung und Evolution

siehe Hauptartikel: Handlung

Goku im Manga

Eine wichtige Komponente des Plots, neben Son-Gokus Entwicklung als Kämpfer, ist seine Suche nach den geheimnisvollen Dragonballs. Diese zwar eine Komponente des Universums von Dragon Ball, jedoch nicht der Fokus meister Handlungsabschnitte im Laufe der Serie. Die Dragonballs an sich sind sieben magische Kugeln, welche auf der gesamten Erde verstreut sind. Besitzt man alle sieben, so ist man in der Lage Shenlong zu rufen, der Drachen, welcher einem einen beliebigen Wunsch erfüllt. Nachdem der Wunsch erfüllt wurde, verteilen sich die Dragonballs wieder auf der ganzen Welt und sind für ein Jahr deaktiviert. In der Vergangenheit dauerte die Suche nach den Dragonballs Generationen. Zu Beginn der Handlung erfindet jedoch ein 16-jähriges, geniales Mädchen namens Bulma einen Dragonradar, welcher erlaubt den Standort der Dragonballs festzumachen, was die Suche weitaus einfacher gestaltet als gedacht.

Die Handlungs von Dragon Ball entwickelt sich nach und nach über 11 Jahren Publikation. Die Atmosphäre und Stil des Plots verändert sich so über den Lauf der Jahre um dem wandelnden Geschmack der Leser und Redakteure des Shōnen Jump in Japan gerecht zu werden. Die frühen Bände des Manga (Kapitel 1-134) sind primär humorvolle Fantasy-Geschichten, welche zusätzlich noch einige Sci-Fi-Elemente besitzen, ähnlich wie Dr. Slump. Wichtige Fantasy-Elemente stellen hier wohl der Affenjunge Son-Goku, die Dragonballs und auch die vielen sprechenden Tiere dar. Auch die ausgefallenen Kampftechniken oder auch Charaktere wie Götter und Dämonen spiegeln den Fantasy-Aspekt wieder. Abgesehen von den Fantasy-Elementen, beherbergt die Welt Dragon Balls auch einige sehr hochentwickelte Technologien, wie zum Beispiel die Hoipoi-Kapseln, welche einem erlauben große Objekte (unter anderem Fahrzeuge, Flugzeuge und sogar Häuser) in einer kleinen Kapsel zu verstauen. Der allgemeine Stil der frühen Bände ist sehr leicht mit wenigen Toden und einem Schwerpunkt auf Abenteuer und Humor.

Eine große Änderung an Härte gewinnt die Handlung nachdem Son-Gokus bester Freund Krillin umgebracht wird (der erste vieler Tode in diesem Handlungsabschnitt). Dies beginnt mit der Piccolo Saga (Kapitel 135-194), in welchem der Manga eine viel dunklere Erzählweise erhält als in den vorigen Kapiteln.

Dragon Ball wandelt sich dann komplett zu einem Action basierten Shōnen Manga in der Saiyajin Saga (Radditz und Vegeta Saga; Kapitel 195-241). Mit der Einführung Gokus erstem Kind, Son-Gohan, beginnt alles einen weitaus mehr ernsteren und stärkeren Sci-Fi-Wandel zu durchleben. Viele Charaktere, welche zuvor mit einem mystischen Ursprung in die Handlung eingeführt wurden, mitunter Goku und Piccolo, werden nun als Aliens von fremden Planeten enthüllt. Nun wird Mittelpunkt des Plots die fortgeschrittene Raumfahrt, Alienbedrohungen und kraftvolle Cyborgs anstatt von Fantasy-Bösewichten.

Super-Saiyajin Goku im Manga

Nach dem Sieg über Vegeta und dem Abschluss der Saiyajin Saga, reisen die Überlebenden des argen Saiyajin-Angriffes zum Planeten Namek um ihre im Kampf gefallenden Freunde wiederzubeleben. So beginnt die Freezer Saga (Kapitel 242-329). Die Freezer Saga ist wichtig für die Einführung des ersten Super-Saiyajins, welcher nun zu einem Kultobjekt der Serie geworden ist. Zudem setzt diese Saga den Tenor für weitaus stärkere Charaktere als in vorherigen Sagen. Freezer besaß zum Beispiel eine Kampfkraft (die futuristische Einheit der Serie um die Stärke eines Kämpfers zu bestimmen, ein durchschnittlicher Mensch hat bspw. eine Kampfkraft von 5) von 530.000. Dieser wiederum transformiert sich in eine weitaus stärkere Form, welche bis über eine Kampfkraft von 1.000.000 kommt. Nach zwei Transformationen enthüllt er, dass er jedoch nur einen Bruchteil seiner vollen Kraft verwende.

Die Cell Saga (Kapitel 330-420) führt Future Trunks, einen mysteriösen Halb-Saiyajin, Halb-Mensch aus einer zerstörten Zukunft, in welcher alle Z-Kämpfer von bösen, beinahe unaufhaltbaren Kriegsmaschinen, den Cyborgs und dem späteren Antagonist Cell, welcher aus den Zellen der Helden, sowie auch einigen der stärksten Feine erschaffen wurde, getötet wurden. Diese Saga ist bemerkenswert dafür, dass Goku in diesem Fall nicht den Antagonisten Cell besiegt, sondern Son-Gohan. In dieser Saga überwindet Son-Gohan das Level des Super-Saiyajins und erreicht das Level des Super-Saiyajin zweiten Grades, um somit Cell ein Ende zu bereiten.

Nach Gokus Tod im Kampf gegen Cell ist diesem gestattet seinem Körper zu behalten und im Jenseits zu trainieren. Sieben Jahre vergehen, in welchen Goku immer stärker wird, Gohan jedoch nur schwächer. Uranai Baba erlaubt Goku dann für einen Tag zur Erde zurückzukehren, welches den Start der Boo Saga (Kapitel 421-519) einläutet, der finalen Saga des Mangas. Der Beginn der Saga konzentriert sich auf einen jugendlichen Son-Gohan. Alle männlichen Saiyajin sind nun in der Lage sich in einen Super-Saiyajin zu transformieren. Gohan ist weiterhin in der Lage den Super-Saiyajin zweiten Grades anzuwenden, Vegeta und Goku erhalten diese Fähigkeit ebenfalls. Das finale Level des Super-Saiyajin im Manga, dem Super-Saiyajin dritten Grades, wird schließlich von Goku erreicht und später Gotenks (eine Fusion aus Son-Goten und Trunks). Auch Vegeta und Son-Goku wagen eine Fusion und werden zum stärksten Charakter des gesamten Dragon-Ball-Magas: Vegetto. Im Laufe der Saga zerstört Majin Boo die Erde und ihm gelingt es sogar seine Kraft durch die Absorbation von Gotenks, Piccolo und Gohan zu steigern. Majin Boo hat schließlich Erfolg, an dem die damaligen Bösewichte Vegeta, Freezer und Cell scheiterten, er zerstört die Erde. Jedoch wurde die Erde und jeder der durch Majin Boo verstorben ist durch die namekianischen Dragonballs wieder hergestellt und Majin Boo, welcher die Form des Kid Boo angenommen hat, durch Gokus Genki Dama vernichtet.

Kid Boo erhielt anschließend eine Reinkanation eines guten Menschen namens Oob. Zehn Jahre später kämpft Oob im Großen Turnier gegen Son-Goku, wonach Goku sich dazu entscheidet ihn in seinem Dorf zu seinem vollem Potential zu trainieren. Zum Ende erscheinen die Helden nocheinmal winkend im Manga und ein "ENDE" zeichnet die letzte Seite.

Nachdem Dragon Ball abgeschlossen war, entschloss sich Akira Toriyama zu einer Schaffenspause, nach der er den Gag-Manga Neko Majin kreierte. Dieser Manga verwendet eine Großzahl an Elementen aus Dragon Ball, wie unter anderem die Charaktere Majin Boo, Vegeta und Son-Goku.

Sagen

International

Deu. Cover von Band 1

In Deutschland wurde Dragon Ball ab 1997 vom Carlsen Verlag veröffentlicht und war hier die erste Manga-Serie, die in original japanischer Leserichtung (d. h. von „hinten“ nach „vorne“) belassen wurde. Zudem schwappte die Manga-Welle 1991 rüber. Mit Akira wurde in Deutschland erstmals eine Mangaserie komplett in Deutsch veröffentlicht. Den absoluten Höhepunkt erreicht die Welle Ende des Jahrtausends, nicht zuletzt u.a. dank Dragon Ball.

Neben Japan ist der Manga unter anderem auch in den USA, Frankreich, Spanien, Italien, Portugal, Dänemark, Schweden, Schweiz, Taiwan, Ungarn, Polen und Singapur erschienen. In Deutschland wurde sie ab Oktober 1997 bis November 2000 vom Carlsen Verlag veröffentlicht und war hier die erste Manga-Serie, die in original japanischer Leserichtung (d. h. von „hinten“ nach „vorne“) belassen wurde.

Über 250 Millionen Exemplare der Geschichte wurden bis heute allein in Form von Büchern verkauft. Die Geschichte von Son-Goku und seinen Freunden hat auch zur Popularisierung des Mangas in Europa beigetragen.

Referenzen

  1. "Interview mit Kazuhiko Torishima", Daizenshuu 2, 1995

Siehe auch